Vorsorgeuntersuchung und Anlässe

Die arbeitsmedizinische Vorsorge wird durchgeführt, um eine Früherkennung und Prävention arbeitsbedingter Erkrankungen zu gewährleisten. Der Unternehmer ist zur gesundheitlichen Fürsorge seiner Angestellten verpflichtet (Arbeitsschutzgesetz).

In welchem Verhältnis stehen die sogenannten „G-Untersuchungen“ nach den Grundsätzen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e.V. (DGUV) zur arbeitsmedizinischen Vorsorge?

Die Grundsätze der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung e. V. (sogenannte „G-Grundsätze“ z.B. G37, G42, G20, G24) sind keine verbindliche Rechtsgrundlage. Die G-Grundsätze unterscheiden derzeit nicht zwischen arbeitsmedizinischer Vorsorge und Eignungsuntersuchungen. Sie enthalten regelmäßig ein breites Spektrum an Untersuchungen.

Wenn Sie uns mit der Durchführung von G-Grundsätzen beauftragen, werden wir die entsprechenden Anlässe der ArbMedVV durchführen. Die einigen Ausnahme bilden die G25 und G41. Diese Eignungsuntersuchungen werden weiterhin angeboten und unterliegen der Umsatzsteuer.
Für die Beauftragung alter G-Grundsätze nutzen Sie bitte unseren Vordruck "Äquivalenzliste G-Grundsätze / Anlässe der ArbMedVV" auf dieser Seite.

Nach der ArbmedVV ergeben sich Vorsorgeuntersuchungen vor allem bei:

  1. Tätigkeiten mit Gefahrstoffen, Feuchtarbeit, Schweissen
  2. Gezielte und ungezielte Tätigkeiten mit biologischen Arbeitsstoffen, einschließlich gentechnischer Arbeiten mit humanpathogenen Organismen (den Menschen betreffende Krankheitserreger)
  3. Tätigkeiten mit physikalischen Einwirkungen: Hitzebelastung, Kältebelastung, Lärmexposition, Vibrationen, Druckluft, Taucherarbeiten
  4. Tragen von Atemschutzgeräten
  5. Tätigkeiten mit wesentlich erhöhten körperlichen Belastungen
  6. Tätigkeiten an Bildschirmgeräten
  7. Tätigkeiten in Tropen, Subtropen und sonstige Auslandsaufenthalte mit besonderen klimatischen Belastungen und Infektionsgefährdungen

Spezielle Untersuchungen nach anderen Gesetzen

  1. Nachtarbeiter bzw. Schichtarbeiter mit Nachtarbeit (Arbeitszeitgesetz)
  2. Jugendarbeitsschutzgesetz
  3. Mutterschutzgesetz
  4. Arbeiten in Druckluft (Druckluftverordnung)
  5. Tauchtauglichkeit
  6. Luftverkehrszulassungsordnung (LuftVZO): Die Untersuchung von Piloten des Kabinenpersonals
  7. Medical examination - Piloten der Klasse II - beim LBA in Beantragung
  8. Röntgen- und Strahlenschutzverordnung (RöV, StrlSchV)

Eignungsuntersuchungen

Als Arbeitgeber dürfen Sie Ihre Mitarbeiter nur einsetzen, nachdem Sie sich von deren Eignung überzeugt haben. In diesem Fall kommen Sie Ihrer Fürsorgepflicht nach und gewährleisten die Sicherheit Dritter.

Die relevantesten Eignungsuntersuchungen im Rahmen der Arbeitsmedizin sind: 

  1. DIN EN 473 oder DIN EN 4179 (jährlicher Sehtest)
  2. Eisenbahn-Bau und Betriebsordnung (EBO)
  3. Fahrerlaubnisverordnung (FeV): -siehe Verkehrsmedizin-
  4. Betriebsordnung Kraftfahrunternehmen im liersonenverkehr (BOKraft)
  5. Betriebsordnung Straßenbahnen (BOStrab)
  6. Binnenschifffahrtsliatentverordnung und Rheinschifferliatentverordnung
  7. Feuerwehr-Dienstvorschrift Atemschutz (FwDV 7)
  8. Gefahrstoffverordnung (GefStoffV): für Schädlingsbekämlifung (Anhang III Nr. 4) und Begasungen (Anhang III Nr. 5)
  9. Seediensttauglichkeitsverordnung (SeeDTauV)
  10. Sprengstoffverordnung (1. SprengV)
Äquivalenzliste G-Untersuchungen / Anlässe Arbeitsmedizinischer Vorsorge
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